_________________________ Die Künstlerin:Iris Kettner (geb. 1968 in Mainz, lebt und arbeitet in Berlin) ________________________ Öffnungszeiten: An jedem Samstag, Sonntag oder Feiertag von 14.00 -17.00 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten ist eine Terminabsprache mit Frau Hering Tel.: 03643-825203 und über Pfarramt Niederzimmern 036203-50212 möglich. o.T., 2009 Bildgegenstand und Thema von Iris Kettner ist die menschliche Figur in ihrem aktuellen, soziokulturellen Umfeld. Dabei verhandelt die Künstlerin häufig in der Geschichte der figurativen Bildhauerei als wesentlich tradierte Typen und Posen, Haltungen und Gesten. Jedoch stellt sie über die (Alltags-) Materialien, welche sie für ihre Figuren verwendet, sowie über die Orte, an welchen sie letztere positioniert, stets den Bezug zur Gegenwart her. Für ihre temporäre Arbeit in der Kirche zu Hopfgarten setzt Iris Kettner jedoch auf die Abwesenheit der Figuren. Lediglich deren provisorisch eingerichtete Schlafstätten, ihre mehr oder weniger privaten Gegenstände und Utensilien weisen auf sie hin. Sind sie Flüchtlinge, die erneut auf der Flucht sind? Iris Kettner überlässt es dem interessierten Betrachter, in seiner Vorstellung die Personen für das von ihr vorgegebene „Set“ zu entwickeln. Vermutlich handelt es sich bei den Abwesenden in jedem Fall um „Andere“, die in der Kirche zeitweilig Asyl gefunden haben. „...Die erste schriftliche Erwähnung von Freistätten und Asylgesetzinafen sind die in der Bibel 4. Mose 35,6 erwähnten Freistädte. Als ein „Asyl“ wurde bis in die jüngste Zeit vor allem auch ein Heim oder Hospital (Hospiz) bezeichnet, das Menschen Unterschlupf bot, die auf ihrem Lebensweg Schwierigkeiten mit der Bewältigung des Alltags und ihres Lebens überhaupt hatten, bedingt durch Unfall, Invalidität, Armut, Sucht. Es gab Asyle aber auch für Witwen, Waisen, Obdachlose oder Alte...“* Thüringen ist an sich kein für Zuwanderer und Emigranten, für politische Flüchtlinge und „Andersdenkende“ prädestiniertes Bundesland. Es sind hier vielleicht eher die üblichen, gewöhnlichen „Anderen“ - in denen sich jeder selbst erkennen kann – die ab und an eines Asyls bedürfen. *WIKIPEDIA, Artikel zu Asyl Dr. Silke Opitz ![]() |




