oberweimar

Die Kirche St. Peter und Paul zu Oberweimar


Die Kirche von Oberweimar geht auf eine Klosterkirche des Zisterzienserinnenordens zurück. Sie ist ein stattlicher Bau mit dreiseitigem Chorabschluss, zum Teil gotischen Fenstern, barockem Mansardendach und einem Westturm, der ein hohes Schieferdach trägt.

In den Jahren 1248 - 1283 wurde die Kirche erbaut, aber schon fast 100 Jahre später wesentlich erweitert und umgestaltet. Ungewöhnlich ist der zwischen 1514 und 1517 über dem Papierbach auf alten Grundmauern errichtete Turm. In ihm hängt die aus dem Jahre 1506 stammende älteste Glocke. 1525 wurde das Kloster aufgelöst und ein Pfarrer "mit Weib und Kindern" übernahm das Pfarramt mit der Filiale Ehringsdorf.

In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kirche mehrmals umgebaut und renoviert. Davon zeugen der barocke Kanzelaltar, der Taufengel und die immer wieder veränderte barocke Orgel. Von Cranachschüler Veit Thiem stammt ein Flügelaltar im Chorraum, auf dessen Rückseite eine Mariendarstellung aus dem frühen 13. Jahrhunder erhalten ist. Ebenfalls im Chorraum befinden sich gotische Fresken mit Darstellungen der Heiligen Ursula und des Heiligen Antonius. Das an der Westseite befindliche Lukardis-Gewölbe, benannt nach der 1309 verstorbenen Nonne, gehört zu den ältesten baulichen Zeugnissen des Klosters und wird heute für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt.