hopfgartenDie Kirche St. Vitus zu Hopfgarten


Der erste Bau war ein Wehrturm, der wahrscheinlich 1075 errichtet wurde. Vermutlich um 1286 wurden das gotische Spitzborgengewölbe und ein großer nach Westen geöffneter gotischer Spitzbogen eingebaut, vor dem der Altar stand. Aus dem Jahr 1738 wird von einem Umbau der gotischen Kirche berichtet.

1833/4 wird das Kirchenschiff komplett erneuert. Die Pläne für den Bau entwarf Clemens Wenzeslaus Coudray, Leiter der Oberbaubehörde Weimar unter Herzog Carl August und ein enger Freund von Johann Wolfgang Goethe.

Das Hopfgärtner Kirchenschiff hat die Coudray-typische Form einer Saalkirche mit einer Tonnendecke. Es hat eine Länge von ca. 24 m und ist ca 12 m breit. Die Altarwand mit der Kanzel wirkt wie eine Gebäudefassade, deren klassische Strenge durch drei Rundbögen mit Säulen aufgelockert wird. Die doppelten Emporen umschließen den Kirchenraum und den anderen drei Seiten. Typisch für die Coudraysche Bauweise ist die Teilung der Kirche durch einen Mittelgang, wodurch eine Achse entsteht, auf der sich auch der Taufstein, der Altar und die Kanzel befinden. Eine Besonderheit sind die Portalvorbauten an den drei Eingangstüren.