gaberndorfDie Kirche St. Albanus zu Gaberndorf


Die heutige in ihrer Anlage spätgotische Kirche steht an Stelle einer 1368 erwähnten des heiligen Alban. In die Bauzeit zurück gehen lediglich einige Details des Turmes, wie das rippenlose Kreuzgewölbe im Erdgeschoß und ein Teil der Fenster. Über dem Turm erhebt sich der aus dem 18. Jahrhundert stammende Helm in Form einer achteckigen Schweifkuppel, welche aber noch in einen hohen geraden Helm übergeht. Nur eine der heute drei Glocken hat die Metallabgabeaktion der Weltkriege überstanden. Sie wurde 1748 von Joh. Chr. Rose in Apolda gegossen.

Innen erinnert nur noch wenig an die Ausstattung der vergangenen Jahrhunderte. Die ehemalige Holztonnendecke, der Altar mit eingebauter Kanzel, die dritte Empore und eine recht umfangreiche Orgel wurden während dringend notwendiger Arbeiten zur Erhal­tung des Gebäudes in den 60iger Jahren entfernt und gingen verloren. Der Eingang an der Südseite, die flache Decke und die Sitzbänke wurden in dieser Zeit um- bzw. ein­gebaut .

Der heutige Altar besteht aus einer Gedenktafel, einem Gemälde aus der Zeit um 1560. Dargestellt ist die Kreuzigung Christi, die Auferstehung, der Stifter (evtl. der ehe­malige Pfarrer Hofmann) und dessen Sohn. Das Bild wird der Cranach-Schule in der Art des Peter Gottland zugeschrieben. Erhalten blieben weiter ein Taufstein des 16. Jahrhunderts und ein Tafelbild des 17. Jahrhunderts mit der Darstellung einer Anbetung der Weisen, die uns daran erinnert, dass Gott sein Wort hält, wenn er sagt: "Sucht, und ihr werdet finden. Sucht mich, und ihr sollt leben!" Auf der Empore befindet sich ein Holzkreuz der Renaissancezeit mit Resten einer ehemals sehr schönen Farbfassung und Malerei. Die Orgel wurde 1967 in der Potsdamer Werkstatt von Meister Alexander Schuke hergestellt.

Von Mitte 1986 bis zum Herbst 1987 wurde das Kircheninnere nach einer Gesamtkonzeption von dem Restaurator und Bauplastiker Gero von Stuckrad aus Weimar verändert. Teile dieser Gestaltung sind heute noch erhalten.